TVÄRVÄGEN

Stockholm (SWE)

Tvärvägen war damals der eigentliche Grund warum KNOPPAR ins Leben gerufen wurde. Bei einem Treffen mit seiner damaligen Band Ironville im August 2008 in Stockholm steckte uns Henrik zum Abschied, eher beiläufig, erste Demoaufnahmen von seinem Nebenprojekt Tvärvägen zu.

Beim Hören des Stücks „September“ war uns sofort klar: Diese Musik muss irgendwie gehört werden. Und so wurde KNOPPAR als DIY-/Internetlabel gegründet. Die ersten Versionen der CD wurden noch in gestrickten CD-Hüllen verschickt, die Abends von Mitbewohnern einer WG gestrickt wurden!

Ein schönes Interview aus dieser Zeit könnt ihr hier lesen: https://www.nicorola.de/interview-tvarvagen/

At rest and in motion

In Ruhe und in Bewegung. Allein in einer Wohnung und schwerelos in der Unendlichkeit. Melodie und Rhythmus. Akkordeon und Synthesizer. Scheinbar widersprüchliche und definierte Kategorien, obwohl sie genauso gut ein und dieselbe sein könnten. Nachdem Tvärvägen alias Henrik Öhberg auf seinem letzten Album „This river so red“ die Musik opulent für Streicher und Klavier arrangiert hat, ist er für sein viertes Album zurück in sein Schlafzimmerstudio gegangen, wo er alle Instrumente selbst eingespielt hat. Gleichzeitig betrat er neue offene Räume, Weiten und Räume, in denen vertraute und schwer fassbare Melodien und körperlich präsentierte akustische Klänge durch modulierende Synths, Echos und frei fließende Pianorollen segeln.

Tvärvägen hat sich in den letzten zehn Jahren immer wieder neu erfunden. Sein „Werkzeugkasten“ ist in Unordnung, aber am Ende passen die Nägel und Schrauben passen normalerweise perfekt zusammen. „Ich weiß nicht, was ich tun soll, aber ich weiß, wann es fertig ist“ ist der übliche Erstellungsprozess. Der Tvärvägen-Sound lässt sich durch seine flüchtigen Melodien, seinen organischen Minimalismus, eine nahezu physische Nähe zu den Klängen und eine Art Präsenz in jedem Moment zusammenfassen.

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